Thema: Scimediawatch

der "don" teilt wieder aus ...

... und schenkt diesmal scienblogs.de wegen der seiner meinung nach kümmerlichen honorare ein (story hier), die er angesichts des hinter dem projekt stehenden burda-verlages für kümmerlich hält. im anschluss findet sich eine replik eines scienceblogs-redakteurs. mehr...

SciCom08: weniger ist mehr

Heute zu Mittag wurde die 1. SciCom-Internationale Fachtagung zu Wissenschaftskommunikation in Wien abgeschlossen. Und ich habe etwas Bauchweh, wenn ich reflektiere. Am Donnerstag freuten sich die Organisatoren noch über 270 registrierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Zählte man die aufgestellten Stühle im Festsaal, kam man auf 100. Da dachte ich mir das erste Mal: irgendwas stimmt nicht (Wo sind die restlichen 170 geblieben?). Der Donnerstag verlief harmlos: maximal 80 Personen anwesend, die Panels überschnitten sich thematisch. Ich hoffte auf die Keynotes, dazu sei anzumerken, es war nie klar, zu welchen Themen die drei Keynote-Speaker/innen referieren würden. Auf der Homepage oder im Programm keine Auskunft dazu. Ulrike Felt beeindruckt jedesmal, auch wenn man sie schon öfters gehört hat. Die anderen beiden Keynote-Speaker waren eine Enttäuschung: Ziga Turk produzierte eine komplette Themenverfehlung. Er erzählte 5 Minuten lang, dass der  mehr...

Wissenschaft mit Zeigefinger

Was für ein Bild von Wissenschaft will der ORF-Werbespot zur Langen Nacht der Forschung vermitteln? Das reine Klischee - männlicher älterer Forscher im Labormantel, schrullig, dozierend mit erhobenem Zeigefinger, ... Wo sind Frauen (nur eine wird kurz von hinten gezeigt, vielleicht als Labor-Hilfskraft)? Wo sind junge Forscher und Forscherinnen? Geht es nur um Naturwissenschaften? Wo bleibt der Dialog? Soll wahrscheinlich lustig sein. Aber diese Rollenbilder prägen sich ein und wirken weiter - nicht mehr so lustig. siehe http://www.langenachtderfo rschung.at/lnf2/ mehr...

Erratum: Klimaschutzpreis

Bei meinem Kommentar zum "Klimaschutzpreis 2007" der Österreichischen Hagelversicherung ist mir ein Fehler unterlaufen: Es wurde nicht die Veranstaltungsreihe "Risiko:dialog" ausgezeichnet, sondern das Ö1-Projekt "Risiko:dialog Klimawandel". Mehr zum Schwerpunkt. Das ORF-Wissenschaftsmagazin "Newton" erhielt die Auszeichnung für die profunde Berichterstattung zum Thema "Klima und Umwelt" insbesondere anlässlich des umfassenden ORF-Klimaschwerpunkts im Jänner 2007 und des ORF-Klimatages im Juli 2007. Mehr zur Newton-Diskussion auf Sciblog: So Clever!, Heureka-TV. mehr...

Informationsmüll

Franz M. Wuketits, Biologe, Hochschullehrer und Wissenschaftstheoretiker, schreibt in der Wiener Zeitung einen bemerkenswerten Kommentar über die Wissenschaftsberichterstat tung. Sein Credo: Mehr Wissen als Erkenntnis. Viel mehr Einzelwissen wird produziert, aber die Zusammenschau beherrschen nur wenige. Hier die Langfassung. mehr...

Lange Nacht der Frustrierten

Die Lange Nacht der Forschung entwickelt sich zur Langen Nacht der Frustierten. Letzte Woche wurde in Wien das Konzept vorgestellt und die Gesichter wurden immer länger: 680.000 Euro gibt es - für Werbung, Medienkooperation und die PR-Agentur von Paul Glück (siehe dazu die Ätzes von Taschwer). Die Institute, die mitmachen, erhalten gar nix. NULL Euro. Aber noch besser: Sie müssen sich sogar einem Auswahlverfahren stellen. Am Tag drauf kochte die Stimmung bei einem Uni-PR-Treffen. Bin echt gespannt, wer da noch mitmacht. Kleine Einschränkung: ich habe die Infos von anderen, die dabei waren. Rufe deshalb zur Diskussion (und/oder Bestätigung) auf. mehr...

Das Beste der BBC auf MySpace

Die BBC bietet ab sofort ihre TV-Formate auf MySpace an. http://myspace.com/bbc worldwide Die Videos sind rund zweiMinuten lang und decken sieben Genres ab, darunter auch "Love Earth", darunter werden die Natur-Dokumentationen zusammengefasst. Das Geschäft mit MySpace ist für BBC Worldwide der zweite Schritt ins Web 2.0. Das Ziel: Die Nutzer zahlen nichts für den Inhalt, dienen dem Sender aber als Multiplikatoren. Hier der Originalartikel in der SZ. mehr...

Jahr der Mathematik: Betstunde für Fromme

Die Wissenschaftsjahre erreichen genau jene Personen, die eh schon überzeugt sind. Der Mathematik soll im Jahr 2008 zu mehr Publicity verholfen werden. Der Wissenschaftssoziologe Peter Weingart hat im Auftrag des deutschen Bundesforschungsministeriu ms die verschiedenen Formate der Wissenschaftskommunikation international verglichen (schreibt die ZEIT). Bislang unveröffentlicht. Eh klar. 5 Millionen Euro wird in das Mathejahr hineingesteckt, damit die Bevölkerung kapiert: Mathematik ist gut und wichtig. Typisch top down. Irgendwie wiederholt sich alles: Hauptzielgruppe sind Schüler und Lehrer (siehe Sparkling Science in Österreich, Lange Nacht der Forschung und andere Rohrkrepierer) Nett für die PR-Agenturen, ein enormer Aufwand für die Forschungsinstitutionen. Ich habe die besten (langfristigen) Erfahrungen gemacht mit Gruppen/Institutionen, für die wir gemeinsam unspektuläre Führungen/Exkursionen/Labo rübungen durchgeführt haben.  mehr...

Klimawandel ist hausgemacht

behauptet der US-Aktivist Will Barnes. Warum? Das ist nachzulesen in seinem anschaulichen und düsteren Bericht unter eurozine.com Einfach zum Nachdenken! mehr...

Boku: Ingela Bruner ante portas

Unter diesen Titel hat der Unirat der Boku eine Aussendung getätigt (Vorgeschichte auf Sciblog). Der Weg zur ersten Rektorin an einer österreichischen Universität scheint frei: Der Universitätsrat der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien hat in seiner Sitzung am Donnerstag Abend beschlossen, sich bei der Wahl des Rektors "auf die erstgereihte Kandidatin Ingela Bruner zu konzentrieren". Mehr dazu im Standard. mehr...