davus - 30. Apr, 23:35

Ach diese Naturwissenschaftler

Türlich schein das eine verdammt kurzer Zeitraum zu sein, allerdings ist eine Woche ein - zumindest in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft - durchaus üblicher Beobachtungszeitraum für Fernsehen. Bei monatlichen Periodika ist das verständlicherweise anders.
Immer noch besser als eine künstliche Woche oder sonstige schwammige Methoden.
Das sind nicht Nebengeräusche sondern Resultate mit fachimmanenten Einschränkungen (Geisteswissenschaft, nicht wahr), ebenso gültig wie alle anderen (jetzt mal ohne die Studie näher inspiziert zu haben). Die Resultate (und das Forschungsdesign) müsste ich mir vor einer Wertung aber noch näher ansehen.

gigge - 1. Mai, 19:55

Warum nicht vier Wochen?

Lieber, liebe Davus,
ich weiß jetzt nicht, warum du auf den Naturwissenschaftler einschlägst, aber ich möchte der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft nahelegen, doch längere Beobachtungszeiträume zu verwenden. Ich denke da nur an Newton: in einer Woche haben sie vielleicht drei naturwissenschaftliche und einen kulturwissenchaftlichen Beitrag (weil halt eine/r auf Urlaub oder sonst irgendwo ist), in der nächsten woche könnte ja ein voller geistenswissenschaftlicher Block völlig untergehen. Ich weiß nicht, warum sich die Geisteswissenschaft IMMER in so eine Rechtfertigungshaltung begibt. Warum nicht vier Wochen?
davus - 2. Mai, 11:30

Lieber Gigge,

eigentlich wollte ich ja gar nicht auf die Naturwissenschaftler einprügeln, nichts liegt mir ferner. Ich wollte bloß darlegen, dass der gewählte Zeitraum der oben erwähnten Studie rein vom Fach her durchaus üblich ist. Und ja, die Schwächen der Methode selbst sind der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sehr wohl bekannt.

Aber um auf deine Frage einzugehen: Warum nicht vier Wochen? Hey, her mit dem Budget und JEDER Kommunikationswissenschaftler würde liebend gern vier Wochen anstelle von einer analysieren. Das Problem: wenn jede Sende-Sekunde von mehreren Forschern per Inhaltsanalyse verarbeitet werden muss, steigen der Aufwand und damit auch die Kosten rasant. Da wird dann lieber eine Woche analysiert, als gar keine.

Und um ein kurzes Erratum hinzuzufügen: Laut Auskunft (http://blog.val.bz) ist eine künstliche Woche der statistisch wohl fehlerunanfälligste Zeitraum und nicht so schwammig, wie ich das geschrieben hatte.

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