TVE1, El Negro und ich

Dieser Eintrag ist natürlich in erster Linie der eigenen Eitelkeit geschuldet. Auch die Kollegen im fernen Österreich mögen wissen, dass ich es – ganz ohne eigenes Zutun – in die spanischen Hauptnachrichten „Telediario“ geschafft habe. Zwar nur mit einem Satz in schlechtem Spanisch, aber immerhin.
In zweiter Linie war es interessant, mal auf der anderen Seite zu stehen, Interviewter statt Interviewer zu sein. Die Journalistin machte einen Beitrag über die Ausstellung menschlicher Überreste (Skelette etc.) in Museen. Aufhänger war der zumindest hierzulande notorische „Negro de Banyoles“, der ausgestopft und mit Speer fast das gesamte 20. Jahrhundert hindurch in einem katalanischen Museum ausgestellt war, bevor der Skandal endlich nicht mehr tragbar war und er im Jahr 2000 endlich bestattet wurde.
Googelt man „Negro de Banyoles“ gibt es auch einen Link zu meiner Wenigkeit. Und schon hatte mich die Journalistin an der Strippe. Interviewen lässt man sich vom Fernsehen natürlich gerne, dass von einer halben Stunde Filmaufnahmen nur ein paar Sekunden ausgestrahlt werden – geschenkt. Die Aufregung im Familienkreise war groß und etwas eigenartig war es dann schon, sich selbst zu sehen. Aber, das habe ich gelernt, so ganz anders recherchieren und arbeiten die Kollegen Journalisten hier in Spanien auch nicht.

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