TVE1, El Negro und ich

Dieser Eintrag ist natürlich in erster Linie der eigenen Eitelkeit geschuldet. Auch die Kollegen im fernen Österreich mögen wissen, dass ich es – ganz ohne eigenes Zutun – in die spanischen Hauptnachrichten „Telediario“ geschafft habe. Zwar nur mit einem Satz in schlechtem Spanisch, aber immerhin.
In zweiter Linie war es interessant, mal auf der anderen Seite zu stehen, Interviewter statt Interviewer zu sein. Die Journalistin machte einen Beitrag über die Ausstellung menschlicher Überreste (Skelette etc.) in Museen. Aufhänger war der zumindest hierzulande notorische „Negro de Banyoles“, der ausgestopft und mit Speer fast das gesamte 20. Jahrhundert hindurch in einem katalanischen Museum ausgestellt war, bevor der Skandal endlich nicht mehr tragbar war und er im Jahr 2000 endlich bestattet wurde.
Googelt man „Negro de Banyoles“ gibt es auch einen Link zu meiner Wenigkeit. Und schon hatte mich die Journalistin an der Strippe. Interviewen lässt man sich vom Fernsehen natürlich gerne, dass von einer halben Stunde Filmaufnahmen nur ein paar Sekunden ausgestrahlt werden – geschenkt. Die Aufregung im Familienkreise war groß und etwas eigenartig war es dann schon, sich selbst zu sehen. Aber, das habe ich gelernt, so ganz anders recherchieren und arbeiten die Kollegen Journalisten hier in Spanien auch nicht.
jupe - 8. Mrz, 12:16

Angelo Soliman

Olé, Oliver!

Einen ähnlichen, wenn auch nicht ganz so spektakulären Fall an Grauenhaftigkeit gabs mit Angelo Soliman ja auch in Wien.

http://de.wikipedia.org/wiki/Angelo_Soliman

Seine präparierte Haut wurde nach seinem Tod 1796 immerhin bis 1806 ausgestellt....

besicos, jupe

GueSt - 12. Mrz, 16:06

off topic: Sci + Fi

Science vom 26 Februar 2010, p. 1071 berichtet in einer Fußnote vom AAAS Meeting in San Diego über die Kluft zwischen Science und Fiction:

Science Is Kryptonite for Superheroes – Hollywood has a message for scientists: If you want something that's 100% accurate, go watch a documentary. A panel of screenwriters for superhero-driven movies and TV shows like Watchmen and Heroes said that their job is to get the characters right, not the science.

Die NASA will sich damit nicht zufrieden geben und lädt deshalb 12 etablierte SciFi Autoren zu einem einwöchigen Seminar in die hoffentlich allen bekannte Weltstadt Leramie, WY.

Ziel der Veranstaltung ist es, „to teach writers of all types about modern science, specifically astronomy, and in turn reach their audiences.“

UND DAS BESTE: Das alles kostet die Stipendiaten nix, sogar Reisekostenzuschuss ist möglich. Habe nirgendwo einen Hinweis gefunden, dass das Programm auf US-Bürger beschränkt wäre. Bewerbungen noch bis 31. März und zwar hier

http://www.launchpadworkshop.org/

Ich finde das von der NASA umso sympathischer, als sie ja auch zB eine Schwitzer-mäßige Schulnotenvergabe-Website sponsern könnte. SciFiReview.org oder so, und dort würde dann Spock nur zwei von fünf Sternderln kriegen, weil es Warp 8 ja gar nicht gibt.

Spasday