Organisiertes Alte-Tanten-Bashing, cont.
von taschwer am 19. Dez, 16:15
Ein paar Nachräge noch zu den neuen Atheisten, die hier schon einmal Thema waren:
Robert Misik hat einen langen Beirag dazu im aktuellen Profil abgeliefert, den man auch in seinem Blog nachlesen kann:
http://www.misik.at/texte-fur-profil/bad-religion.php
Richard Dawkins hat eine Stiftung gegründet, mit der er gegen Pseudoscience und Religion vorgehen will: die Richard Dawkins Foundation for Reason and Science, die auch eine eigene Homepage mit einem sehenswerten Video-Mission-Statement hat.
http://richarddawkins.net/foundation,ourMission
Das Video gibt es auch auf YouTube.
Und originell ist die dort gerade gestartete Blasphemy Challenge, wo junge Leute öffentlich dem Glauben abschwören u.ä. Mehr dazu da:
http://richarddawkins.net/article,425,The-Blasphemy-Challenge,The-Rational-Response-Squad
Da könnte ich mich auch mit einer guten Geschichte melden. Die erzähl ich aber ein anderes Mal.
Robert Misik hat einen langen Beirag dazu im aktuellen Profil abgeliefert, den man auch in seinem Blog nachlesen kann:
http://www.misik.at/texte-fur-profil/bad-religion.php
Richard Dawkins hat eine Stiftung gegründet, mit der er gegen Pseudoscience und Religion vorgehen will: die Richard Dawkins Foundation for Reason and Science, die auch eine eigene Homepage mit einem sehenswerten Video-Mission-Statement hat.
http://richarddawkins.net/foundation,ourMission
Das Video gibt es auch auf YouTube.
Und originell ist die dort gerade gestartete Blasphemy Challenge, wo junge Leute öffentlich dem Glauben abschwören u.ä. Mehr dazu da:
http://richarddawkins.net/article,425,The-Blasphemy-Challenge,The-Rational-Response-Squad
Da könnte ich mich auch mit einer guten Geschichte melden. Die erzähl ich aber ein anderes Mal.



Her mit
Also gut, die Geschichte
In jungen Jahren machte ich mit einem Freund, der jetzt Professor für Experimentalphysik in Graz ist (das ist auch schon der einzige Wissenschaftsbezug der Geschichte) eine ausgiebige Reise quer, nein: längs durch Südamerika. Und in Peru gingen wir damals, weil wir alte (S)Andinisten waren, auch den rund 100 km langen Inka-Trail nach Machu Picchu, was damals noch ohne Zwangsbegleitung in in voller Länge möglich war. Uns schlossen sich damals ein gottesfürchtiger Tiroler und ein Deutscher an, weil die sich (und wir uns) zu viert vor Überfällen etwas sicherer wähnten als zu zweit.
Nach drei Tagen durch Nebel und etwas Regen, immer so auf rund 2000 bis 4000m Seehöhe erreichten wir einen kleinen, ziemlich ausgesetzten Inka-Wachposten, Dutzende Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. Auf dem Krähennest, wo es auf drei Seiten Dutzende Meter senkrecht nach unten pfiff, schlugen wir zwischen den alten Mauern unser Nachtquartier auf (was heute aus guten Gründen – dazu gleich mehr – strengstens verboten ist): unsere Kollegen ein ausgeliehenes kleines Hundehüttenzelt und wir unser neues Salewa-Kuppelzelt. Dann wurde gekocht, gegessen und noch andere Dinge erledigt. Um die abzudecken, nahm der gottesfürchtige Tiroler glatt einen Steinbrocken von der Festungsmauer – Touristen!, kann man da nur seufzen und jedem Begehungs- und Campierungsverbot nur zustimmen.
Es zog wieder einmal Nebel auf und danach die pechschwarze Nacht, was unserem einsamen Nachtquartier eine besonders schaurige Atmosphäre verlieh. Bald zogen wir uns in die Zelte zurück. Und in einem der beiden Zelte kam man auf die grandiose Idee, mitten im ausgesetzten Niemandsland den Teufel anzurufen. Also brüllten wir vorzugsweise "Satanas, zeige Dich!" und andere nette Beschwörungen ins Dunkel der peruanischen Nacht hinaus. Dem Tiroler und auch dem Deutschen wurde angst und bang, was uns aber nicht weiter störte. Irgendwann schliefen wir dann vor lauter Müdigkeit ein und wachten erst wieder am nächsten Morgen auf. Und da sahen wir dann beim ersten Blick hinaus aus dem Zelt die Bescherung: Es hatte die ganze Nacht wie aus Trögen geschüttet, sodass unsere Kollegen in ihrem Babyzelt binnen kürzester Zeit knöcheltief im Wasser lagen und eine ziemlich feuchte Nacht verbrachten, ohne ein Auge zuzutun.
Während wir Teufelskerle trocken und wohlgemut aus unseren Schlafsäcken krochen.