Mit Herzblut geschrieben, unkonventionell präsentiert

Dass WissenschaftlerInnen Ihre Arbeiten mit Herzblut verfassen wird oft vorausgesetzt. Und dass sie ihre komplexen Ergebnisse möglichst komplex darlegen – vor allem, wenn es um Kultur- und Sozialwissenschaften geht – gehört jedenfalls im deutschsprachigen Raum zum guten Ton.

Die Ergebnisse eines Studienprojekts zum Thema „Symbolik des Herzens“ am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien werden auf Kalenderblättern präsentiert. Die StudentInnen hatten Gelegenheit, forschend zu lernen und die Möglichkeiten und Grenzen von Wissenschaftspopularisierung auszuloten.

Der Wandkalender, erläutert die Projektleiterin Elisabeth Timm, hat eine lange Geschichte als Belehrungsinstrument und populäres Medium zur Aufklärung der sogenannten einfachen Leute. Den Kalender „Herz 2007“ versteht sie als Versuch, neue Formate und Formen der Präsentation von Wissenschaft außerhalb der Universität zu erproben. Löblich, nicht!?

Das Forum „H-Soz-u-Kult“ lehnte übrigens eine Rezension des Kalenders ab, er entspreche nicht den Kriterien der weltweiten Relevanz oder so ähnlich.

Vom Herzschlag über Herz-Jesu-Verehrung, das Lebkuchenherz bis zur Herzbestattung der Habsburger und dem Herz als Mahlzeit führen Bilder und kleine, doch meist sehr informative Texte durchs nächste Jahr. Der Kalender ist via volkskunde@univie.ac.at zu bestellen, er kostet € 15,-.

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