Herbstlektüre: Geister-Jäger
von taschwer am 25. Okt, 20:25
Nach ihrem Cover kann man Bücher eher schlecht beurteilen. Schon eher nach dem Verlag, in dem sie erscheinen. Um die esoterische Reihe Arkana des Goldmann Verlags mit dem stilisierten Dharma-Rad der Buddhisten als Logo zum Beispiel hab ich alter Agnostiker bis vor kurzem einen weiten Bogen gemacht. Konkret: bis zum Erscheinen des Buchs "Geister-Jäger" der US-Wissenschaftsjournalistin und Journalismus-Professorin Deborah Blum, die übrigens nicht Wirtschaftsjournalismus unterrichtet, wie der Verlag behauptet, der bei dem Buch wohl weniger auf wissenschaftshistorisch als spiritistisch interessierte LeserInnen spekulierte.
Die ehemalige Präsidentin der US-WIssenschaftsjournalisten, Mitherausgeberin des "Field Guide for Science Writers" und Pulitzer-Preisträgerin des Jahre 1992 rekonstruiert auf mehr als 500 Seiten ziemlich chronologisch, einigermaßen unparteiisch und quellengesättigt die wissenschaftliche Erforschung paranormaler Phänomene rund um 1900 (vor allem vorher) und konzentriert sich dabei auf die (eher nicht so bekannte) Schlüsselrolle des berühmten US-Psychologen und Philosophen William James, dem Bruder von Henry "Turn of the Screw" James. Interessant ist an dem Buch mehrerlei: zum Beispiel, wie sehr (und warum) die Parapsychologie am Ende des 19. Jahrhunderts boomte. Oder, dass zahlreiche frühe Top-Forscher und spätere NobelpreisträgerInnen (inkl. Madame Curie) an der Überprüfung von den damals sehr in Mode befindlichen Medien beteiligt waren, die Kontakt mit der Geisterwelt und Verstorbenen aufnehmen konnten. Oder besser: zumindest so taten als ob. Mehr wird nicht verraten. Eine längere Rezension ist in Vorbereitung; von der englischssprachigen Kritik ist das Buch recht kontroversiell besprochen worden.
Die ehemalige Präsidentin der US-WIssenschaftsjournalisten, Mitherausgeberin des "Field Guide for Science Writers" und Pulitzer-Preisträgerin des Jahre 1992 rekonstruiert auf mehr als 500 Seiten ziemlich chronologisch, einigermaßen unparteiisch und quellengesättigt die wissenschaftliche Erforschung paranormaler Phänomene rund um 1900 (vor allem vorher) und konzentriert sich dabei auf die (eher nicht so bekannte) Schlüsselrolle des berühmten US-Psychologen und Philosophen William James, dem Bruder von Henry "Turn of the Screw" James. Interessant ist an dem Buch mehrerlei: zum Beispiel, wie sehr (und warum) die Parapsychologie am Ende des 19. Jahrhunderts boomte. Oder, dass zahlreiche frühe Top-Forscher und spätere NobelpreisträgerInnen (inkl. Madame Curie) an der Überprüfung von den damals sehr in Mode befindlichen Medien beteiligt waren, die Kontakt mit der Geisterwelt und Verstorbenen aufnehmen konnten. Oder besser: zumindest so taten als ob. Mehr wird nicht verraten. Eine längere Rezension ist in Vorbereitung; von der englischssprachigen Kritik ist das Buch recht kontroversiell besprochen worden.


