Österreich: Wie kalt der Winter wirklich wird

Am heutigen Cover der Bundesländerausgabe der Tageszeitung "Österreich"

Chef-Meteorologe sagt:
Winter wird eiskalt


Am Cover der Niederösterreich- und Wienausgabe hieß es dann:

Chef-Meteorologe verspricht:
Heuer wird’s kalt!


Im Blattinneren dann das dazugehörige Interview mit ZAMG-Chef Ernest Rudel. Dieses und seine Kernaussage blieben immerhin unverändert:

„Die Modelle zeigen keinen besonders strengen Winter. Die Temperaturen könnten zirka einen halben Grad über dem langjährigen Durchschnitt liegen. Es kann sogar sein, dass wir hin und wieder über das milde Wetter stöhnen werden.“
Jörn - 17. Okt, 01:00

Was für ein Quatsch

Seit Jahrhunderten gib es Leute, die meinen sie könnten das Wetter über mehr als drei Tage vorhersagen. Der Hundertjährige Kalender und ein Fülle anderer Kalender des 18. und 19. Jahrhunderts wollten uns das weismachen. Nun heißt das nicht mehr "Kalender" sondern "Modell". Wie lange braucht es noch, bis wir endlich begriffen haben, dass die Modellierung genauso Scharlatanerie ist wie das Kalendermachen? Ebenso nutzlos, aber sehr viel teurer.

ila - 17. Okt, 13:18

Kalt, kälter, am wärmsten

Herrlich vorgeführt. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Wissenschaftskommunikation nicht sein sollte und wie man aus nichts - ähm nichts macht, außer Verwirrung stiften.

Ulrich Berger - 17. Okt, 13:18

Nicht schlecht, aber Die Presse kann's auch!

Weil das ja auch unter "Wissenschaftskommunikation" fällt (wenn auch nur als Negativbeispiel), erlaube ich mir hier den Hinweis auf http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/10/16/