Schlaganfall-Risiko wird durch Light-Limonaden erhöht

Zwischen Gefäßerkrankungen und dem regelmäßigen Genuss von Diätgetränken besteht ein Zusammenhang. Bei Menschen, die täglich kalorienreduzierte Light-Limonaden trinken, besteht ein deutlich höheres Risiko für Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder sogar eine tödlich verlaufende Embolie. Das stellten Forscher aus den USA im Rahmen einer Studie fest, an der 3.500 Probanden teilnahmen. Diejenigen, die nur selten Diätgetränke oder regelmäßig normal gesüßte Fruchtsaftgetränke zu sich nehmen, haben ein deutlich geringeres Risiko für derartige Erkrankungen, wie Wissenschaftler im Fachmagazin „Journal of General Internal Medicine“ berichteten.

Die Zahl der Menschen, die an Fettleibigkeit leiden, nimmt ständig zu. Aus diesem Grunde werden immer mehr kalorienreduzierte und künstlich gesüßte Erfrischungsgetränke verkauft und als gesunde Alternative zu den zuckerhaltigen Limonaden angepriesen. Die langfristigen Folgen des regelmäßigen Genusses solcher Diät-Limonaden sind bislang noch nicht erwiesen. Jetzt untersuchte Hannah Gardener zusammen mit ihren Kollegen von der Miami Miller School of Medicine und dem Medical Center der Columbia University in New York den Zusammenhang zwischen dem Risiko von Gefäßerkrankungen und dem Genuss von Light-Getränken.

An der Northern Manhattan Study, einer Studie, die von der amerikanischen Gesundheitsbehörde NIH finanziert wurde, nahmen 2.564 Personen teil. Thema der Studie sind Schlaganfälle, Risikofaktoren sowie die Prognose einer städtischen, multiethnischen Bevölkerung. Die Forscher untersuchten die Daten der Teilnehmer und die Häufigkeit des Konsums von Diät- und normal gezuckerten Erfrischungsgetränken. Über einen Zeitraum von zehn Jahren wurde das Verhältnis zur Häufigkeit von Schlaganfällen analysiert.

Das Risiko für Gefäßerkrankungen bei Menschen, die regelmäßig zuckerreduzierte Diät-Limonaden zu sich nehmen, liegt um 4b Prozent höher als bei denjenigen, die solche Getränke nicht konsumieren. Bei der Studie wurden bereits bestehende Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder das metabolische Syndrom berücksichtigt. Das Erkrankungsrisiko war nicht höher, wenn normal gesüßte Getränke oder nur selten Light-Limonaden getrunken wurden.

Der Ausgangspunkt der Studie ist nach den Angaben von Hannah Gardener der Zusammenhang zwischen Gefäßerkrankungen und dem täglichen Konsum von Diät-Limonaden. Diese Wechselwirkung ist immer noch nicht klar. Damit die gesundheitlichen Konsequenzen des Konsums von Light-Limonaden tatsächlich beurteilt werden können, sind weitere Untersuchungen erforderlich.

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