Parkinson durch Umweltschadstoffe Trichlorethylen

In der Umwelt kommt am häufigsten das organische Lösungsmittel Trichlorethylen vor, dass die Nervenkrankheit Parkinson auslöst. Das haben nun internationale Forscher in einer Studie mit 99 Zwillingspärchen herausgefunden. Das liegt daran, dass vor allem Zwillinge mit häufigen Trichlorethylen Kontakt bis zu sechsmal häufiger an Parkinson erkrankten als die Geschwister.

Insgesamt wurden sechs organische Lösungsmittel getestet und drei diese hatten ein erhöhtes Risiko für die Krankheit Parkinson. Besonders betroffen waren Personen, die als Elektriker, Mechaniker und Industriearbeiter arbeiteten, aber auch Künstler und Angestellte in chemischen Reinigungen oder Medizinlaboren waren betroffen.

In den vergangenen Jahren gab es kleinere Studien an Industriearbeitern, die mit den Testergebnissen aus Tierversuchen im Zusammenhang mit der Krankheit Parkinson untersucht worden sind. Bereits anhand dieser Ergebnisse war ein Zusammenhang mit Trichlorethylen und Parkinson erkennbar. Nun wurde eine breiter angelegte Studie ins Leben gerufen, die die Auswirkungen des häufig vorkommenden Umweltschadstoffes und das Risiko von Parkinson belegen soll. Das kann eine große Bedeutung für die gesamte Gesundheit bedeuten.

Trichlorethylen im Grundwasser

Der organische Schadstoff Trichlorethylen kommt am häufigsten im Grundwasser vor. Durch seine Eigenschaft kann der Schadstoff leicht ins menschliche Gewebe eindringen und das Gehirn erreichen, so Forschungsberichte. Anhand mehrerer Tierversuche wissen die Wissenschaftler, dass das Trichlorethylen die Zellen im Gehirn schädigt, da der Brennstoff Dopamin erzeugt wird. Durch diesen Zellverlust wird die Krankheit Parkinson ausgelöst.

Erst nach 10 bis 40 Jahren ist diese krankmachende Wirkung des Lösungsmittels erkennbar, so die Forscher. Genau das kann ein entscheidendes Zeitfenster bieten, um die Krankheit zu bremsen, so Wissenschaftler.

Zwillinge und Parkinson

Forscher haben 99 männliche Zwillingspärchen getestet, bei denen der Bruder an Parkinson erkrankte und der andere nicht. Die meisten über 60 Jahre alten Zwillinge wurden über das Arbeitsleben und die Hobbys befragt, aber sie wussten im Vorfeld nicht, dass es um das Lösungsmittel ging.

Experten, die unabhängig waren, stuften die Testpersonen in drei Stufen (hohe, mittlere und niedrige Belastung) mit sechs verschiedenen Lösungsmitteln ein. Die Experten wussten dabei nicht, dass es sich um Parkinsonpatienten handelt, denn somit können Verfälschungen oder Beeinflussungen verhindert werden, so die Forscher.

Bei den sechs Lösungsmitteln, die keinen Zusammenhang zeigten, handelte es sich um Toluol, Xylen und N-Hexan. Beim Lösungsmittel Trichlorethylen, Tetrachlorethylen und Tetrachlorkohlenstoff zeigte sich ein Zusammenhang zur Krankheit Parkinson. Alle drei Lösungsmittel kommen heute noch stark in der Umwelt vor, das heißt, diese Ergebnisse sind hilfreich für die kommenden Forschungen, inwieweit das Lösungsmittel und die Krankheit Parkinson im Zusammenhang stehen.

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